Tübingen
Verborgene Schätze: Geheimtipps in Tübingen
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Vor 5 TagenTübingen, die malerische Universitätsstadt am Neckar, ist berühmt für ihren mittelalterlichen Stadtkern, die Stocherkähne und das lebendige studentische Flair. Doch abseits der bekannten Postkartenmotive gibt es in der südwestdeutschen Stadt eine Fülle an verborgenen Schätzen, die Besucher in die tieferen Schichten dieser faszinierenden Stadt eintauchen lassen.
Ein ganz besonderer Ort ist der kleine, versteckt liegende botanische Garten der Universität oberhalb der Altstadt. Während die meisten Besucher zum bekannteren Klostergarten Bebenhausen pilgern, bleibt dieses grüne Juwel oft übersehen. Auf schmalen, teils steilen Wegen entdeckt man auf kleinem Raum mehrere tausend Pflanzenarten, darunter eine beeindruckende Sammlung heimischer Orchideen und ein Alpinum mit Pflanzen der Schwäbischen Alb. Der Eintritt ist frei, und an den Sommerwochenenden herrscht hier eine fast meditative Ruhe.
Ebenso wenig bekannt ist das kleine Dorfmuseum in der Weststadt, ein ehemaliges Bauernhaus, das Einblicke in das ländliche Leben des neunzehnten Jahrhunderts gewährt und mit seinem Bauerngarten und den liebevoll restaurierten Wohnräumen einen authentischen Kontrast zum akademischen Tübingen bietet. Nur zehn Gehminuten entfernt findet man die kleine Kunstgalerie in einer umgebauten Neckarmühle, die wechselnde Ausstellungen junger, meist noch unbekannter Künstler aus der Region präsentiert und jeden ersten Samstag im Monat zu einem Atelierabend mit Musik und Wein einlädt.
Für kulinarische Entdecker lohnt der Abstecher ins Französische Viertel, wo sich in ehemaligen Kasernengebäuden eine lebendige internationale Restaurantszene etabliert hat, die von syrischer über eritreische bis zu peruanischer Küche reicht. Wer die Stadt aus einer völlig neuen Perspektive erleben möchte, bucht eine Abendfahrt mit einem Stocherkahn, bei der der Kahnführer nicht nur Sagen und Anekdoten zum Besten gibt, sondern auch die weniger bekannten Nebenarme des Neckars ansteuert, die tagsüber kaum befahren werden. Tübingen zeigt seine verborgenen Seiten nur dem, der sich die Zeit nimmt, sie zu suchen – doch die Suche lohnt sich.
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