Dresden
Fremdenführer in Dresden - das Berufsbild
Fremde Städte können sehr überwältigend sein. Alle neuen Eindrücke werden gleichzeitig wahrgenommen - für euch ungewohnte Hektik liegt in den Straßen, Sprachen, die ihr vielleicht nicht oder nur schlecht beherrscht und fremde Geräusche und Gerüche umgeben euch. Jetzt nur nicht die Orientierung verlieren.
Prächtige Gebäude über die jemand etwas erzählt oder jemand der dir den Weg zeigt, wie praktisch wäre das. Ganz ruhig - denn exakt dafür ist der Fremdenführer da!
Der Beruf des Fremdenführers bietet auch in Dresden Herausforderungen und Abwechslung - mehr als man im ersten Moment denkt. Viele wissen über das alte Berufsbild nicht so viel. Wir zeigen es euch.
Das Berufsbild eines Fremdenführers in Dresden
Das Berufsbild des Fremdenführers bildete sich recht schnell, sobald der Tourismus entstand. Der Anspruch wurde mit der Zeit enorm angehoben, wodurch heutzutage immer öfter Modernität und Individualität gefragt wird. Das Spektrum an Arbeitsaufgaben hat sich für Dresdener Gästeführer und Gästeführerinnen vergrößert.
Das Wesentliche hat sich nicht geändert: Sie leiten Reisegruppen aus anderen Städten oder Ländern zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten wie eindrucksvolle Plätze, Orte und Stätten. Nach dem Europäischen Komitee für Normung (CEN) ist das die Definition des Berufs.
Für die verschiedenen Zielgruppen, zum Beispiel für Menschen mit Behinderungen, Familien mit Kindern oder Senioren, müssen unterschiedliche Touren geplant werden. Je nach Region können sich Themen-Führungen ergeben, auch diese müssen einkalkuliert werden.
Ein paar Themen, die in Dresdener Touren behandelt werden können, sind Erlebnis-, Kreativ-, Wein- oder Bier-Führungen, Architekturführungen, historische Führungen oder auch spezielle Radtouren. Vereinzelt kann man auf die eigenen Wünsche der Reisegruppe eingehen. Besonders beliebt sind auch Architekturführungen, die die faszinierende Baugeschichte Dresdens vermitteln.
Etwas, mit dem die gesamte Führung steht und fällt, ist die Vorbereitung der geplanten Vorträge. Die Themen, beispielsweise gesellschaftliche, kulturelle, historische, wirtschaftliche oder politische Erklärungen, müssen recherchiert und sauber aufgearbeitet werden.
Bei der Vorbereitung gehört das Informieren über die Sprache und Herkunft der Reisegruppe dazu.
Ganz allgemein müssen die Termine einzelner Touren definitiv auch vorher mit den Reiseteilnehmern beziehungsweise -anbietern festgelegt werden. Zur Kundschaft gehören teils sogar ganze Hotelbetriebe, Reiseveranstalter, Fremdenverkehrsämter und private Reisegruppen.
Die Betreuung während der Reise und die Anreise zählen nicht zu den Aufgaben des Fremdenführers. Dies ist die Hauptaufgabe der Reiseleitung.
Dadurch, dass der Beruf in der Republik nicht gesetzlich geregelt ist, tritt diese Verwirrung öfters auf. Es herrscht einfach keine klare Aufgabentrennung.
Die Schulung eines Fremdenführers in Sachsen
Seit 2008 gibt es europaweit einen hohen Standard für die Ausbildung von Gäste- beziehungsweise Fremdenführern, die DIN EN 15565 des Europäischen Komitees für Normung (CEN). So soll garantiert werden, dass die Lehrpläne aller Ausbildungsträger in der EU qualitativ hochwertig sind und bleiben.
In Bereichen wie Theoretisches und Gebietsspezifisches Wissen sowie Führungstechniken müssen unter anderem mindestens 600 Unterrichtsstunden besucht werden.
Ist ein geprüfter Fremdenführer Mitglied beim BVGD - dem Bundesverband der Gästeführer in Deutschland e.V. - so erhält derjenige einen Qualifizierungsausweis. Dieser Ausweis ist ein klares Zeichen für Qualität und Kompetenz des Fremdenführers, denn er ist jeweils nur drei Jahre gültig und setzt regelmäßige und kontinuierliche Fortbildung voraus.
Fremdenführer in Sachsen - die Arbeitsbedingungen
Zuallererst: Sie können Kälte, Hitze, Regen und Wind ausgesetzt sein, wenn sie draußen Führungen geben. Das kommt aber auf ihren Arbeitgeber an.
Fremdenführer müssen über das Jahr recht flexibel sein, denn durch das aufkommende Arbeitspensum von Haupt- und Nebensaison sind große Unterschiede bemerkbar. Auch Arbeitstage an Wochenenden und Feiertagen sind normal.
Gästeführer können auch für längere Zeit von ihrem Heimatort entfernt sein, wenn sie im Ausland oder in einer fremden Stadt arbeiten.
Die Stärken eines Gästeführers für Dresden
Gute Gästeführer sprechen mit einer klaren und kräftigen Stimme und treten ihren Reisegruppen gegenüber stets kommunikationsstark, sicher und freundlich auf.
Außerdem ist Durchsetzungsstärke wichtig, um auch mit schwierigerer Kundschaft umgehen und Konflikte in einer Reisegruppe bewältigen zu können.
Fitness - auch diese ist bei diesem Beruf nicht zu vernachlässigen. Fremdenführer laufen für gewöhnlich pro Tag einige Kilometer über beispielsweise schlecht befestigte Wege oder Pflasterstein. Passendes Schuhwerk ist dafür vonnöten.
Auch ein Anteil Verwaltung kann je nach Arbeitsstelle dazukommen. Dabei ist ein organisatorisches Geschick und eine strukturierte Arbeitsweise notwendig.
Da herausragende Kenntnisse über die Einsatzorte und deren Umgebung sowie detaillierte Kenntnisse des jeweiligen Themas jeder Führung Voraussetzung sind, ist persönliches Interesse selbstverständlich vorteilhaft. Dabei ist ein gutes Fakten- und Zahlengedächtnis von Vorteil.
Aber auch genügend Vorbereitung genügt häufig, um eine kompetente Führung zu veranstalten.
Branchen für Gästeführer
In erster Linie finden Fremdenführer und -führerinnen Beschäftigung bei Reisebüros oder Reiseveranstaltern. Arbeitsplätze bieten auch Einrichtungen der Erwachsenenbildung, Museen oder historische Stätten.
Auch bei Tourismusverbänden oder -ämtern und in Hotels ist eine Stelle möglich. Darüber hinaus gibt es auf der Dresden Stadtseite weitere Informationen zu touristischen Einrichtungen und Partnern in der Stadt.
Schlussfolgerung zum Beruf des Gästeführers in Dresden
Die Arbeit der Fremdenführer und -führerinnen ist wertvoll, aber auch fordernd. Wer diesen Job ausübt, lebt für diese Arbeit. Zu den Sehenswürdigkeiten auf ihren Touren kennen sie besondere Geheimtipps, Legenden, Sagen, Märchen, Mythen und witzige Anekdoten.
Dies steigert die Qualität eures Tagesausflugs oder Urlaubs erheblich. Nehmt doch beim nächsten Mal an einer geführten Tour teil. Viel Spaß euch!
Häufig gestellte Fragen zu Fremdenführern in Dresden
Welche Qualifikationen benötigt ein Fremdenführer in Dresden?
Ein Fremdenführer sollte mindestens 600 Unterrichtsstunden in Theoretischem Wissen, Gebietsspezifischem Wissen und Führungstechniken absolvieren. Die Mitgliedschaft beim BVGD und ein gültiger Qualifizierungsausweis sind Zeichen für hohe Kompetenz.
Wie unterscheiden sich Fremdenführer von Reiseleitern?
Fremdenführer leiten Touren zu Sehenswürdigkeiten und vermitteln Wissen vor Ort. Reiseleiter betreuen hingegen die gesamte Reise, inklusive Anreise und Betreuung während der Fahrt. Dies ist eine wichtige Unterscheidung, da der Beruf des Fremdenführers nicht gesetzlich geregelt ist.
Welche Themen können Fremdenführer in Dresden anbieten?
Dresdener Fremdenführer können spezialisierte Touren wie Architekturführungen, historische Führungen, Wein- oder Bier-Führungen, Kreativtouren und Radtouren anbieten. Auch spezielle Führungen für Familien, Senioren oder Menschen mit Behinderungen sind möglich.
Wo finde ich professionelle Fremdenführer in Dresden?
Professionelle Fremdenführer finden Sie über Reisebüros, Reiseveranstalter, Tourismusverbände und Hotels in Dresden. Mitglieder des BVGD mit gültigem Qualifizierungsausweis garantieren hohe Qualitätsstandards.
Wie sieht der Arbeitsalltag eines Fremdenführers aus?
Fremdenführer müssen flexibel sein, da sich Arbeitspensum zwischen Haupt- und Nebensaison stark unterscheidet. Arbeitstage an Wochenenden und Feiertagen sind normal. Sie sind oft bei verschiedenen Wetterbedingungen draußen unterwegs und laufen täglich mehrere Kilometer.

Annika Voß
Annika hat ein Faible für inhabergeführte Läden und alles, was sich vom Filialensortiment abhebt. Sie porträtiert Boutiquen, Buchhandlungen, Concept Stores und Wochenmärkte. Ihr Anspruch: zeigen, warum sich der Weg in die Innenstadt noch lohnt.