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Hamburg

Bubble Tea in Hamburg

6 Min. Lesezeit
1.103 Wörter
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Bubble Tea in Hamburg

Momentan herrscht nicht nur Hamburg und im ganzen Bundesland, sondern auch weltweit ein großer Hype um das Trendgetränk Bubble Tea. Dabei gibt es das schon seit einiger Zeit, um 2010 war es in Deutschland schonmal im Trend.

Worum handelt es sich hierbei eigentlich? Aus welchem Land kommt das Getränk und wie stellt man es her? Ranken sich sogar irgendwelche Mythen um Bubble Tea? Wieso ist es derzeit wieder so im Trend und wo kann man es probieren?

In diesem Artikel werden wir all diese Fragen besprechen und euch sogar ein ganz einfaches Basisrezept verraten, das selbstverständlich nicht nur in der Stadt an der Elbe mit ihren knapp 1,9 Millionen Einwohnern funktioniert!

Was ist Bubble Tea?

Das Getränk auf der Basis von Tee stammt eigentlich aus Taiwan. Klassischerweise wird es aus zäh gekochten Tapioka-Kugeln, Fruchtsirup, Milch und frisch aufgebrühtem Grün- oder Schwarztee hergestellt.

Die Variationen des Bubble Teas, der heiß oder kalt serviert werden kann, sind endlos. Gibt es doch etliche Varianten des Getränks.

Im Übrigen kommt der Name des Bubble Teas nicht, wie man eventuell meinen könnte, von den süßen Perlchen. Inzwischen sind die Bubble-Tea-Läden überall, sogar in Kleinstädten, zu finden. So finden alle eine der oft auffallend bunten Buden in ihrer Nähe, so ist es in Stadt an der Elbe beispielsweise das JusTea Bubble Tea. Ursprünglich wurde der Tee nämlich zusammen mit Eiswürfeln und Milch geschüttelt, bis ein Schaum entstand und auf dessen Luftbläschen bezieht sich der Name Bubble Tea.

Wahrheiten und Fakes

Um Bubble Tea ranken sich viele Mythen.

Der populärste Mythos besagt, dass er versehentlich erfunden wurde, als ein Teeladen-Besitzer einen Wasserhahn in seinen Tee fallen ließ und die Tapiokakugeln an die Oberfläche stiegen. Zwar entspricht das nicht der Wahrheit, es ist aber dennoch eine nette Story.

Dass Bubble Tea Fisch- oder Froscheier enthalten soll, wird auch gerne behauptet, stimmt aber natürlich auch nicht. Woraus die Bubbles wirklich bestehen - und ob sie vegan sind - klären wir weiter unten.

Vor allem in Deutschland stolpert man seit Jahren über die Behauptung, Bubble Tea zu trinken sei gefährlich - das Getränk wäre giftig, ungesund oder krebserregend und der Verkauf wäre in Deutschland nicht erlaubt. Anlass dafür war eine Abhandlung der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen aus dem Jahr 2012, laut der in Tapioka-Kugeln krebserregende Giftstoffe gefunden wurden. So verschwanden innerhalb eines Jahres fast alle Bubble-Tea-Läden, da der Schreck bei den Fans so groß war.

Daraufhin führte das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe diverse Tests durch und in keiner der Proben waren gefährliche Stoffe enthalten. Es stellte sich heraus, dass die vermeintliche Abhandlung der Aachener Hochschule gar keine war, dennoch publiziert wurde und der Presse geschuldet Schlagzeilen daraus wurden - „Chemiker finden Giftspuren in Bubble Tea“ war nur eine davon. Heute hört man von der Studie aus Aachen überhaupt nichts mehr.

Egal wie, man kann den Bubble Tea dennoch als ungesund bezeichnen. Weil darin so viel Zucker enthalten ist, soll er vor allem Kinder zum Trinken animieren. So befinden sich, je nach Zusammensetzung, 100 bis 180 Gramm Zucker in einem Liter Bubble Tea. Vermischt mit süßem Sirup, stärkehaltigen Perlen und fetthaltiger Milch, ist der Bubble Tea pures Hüftgold, das ohne Probleme mit Cola mithalten kann.

Bubble Tea in Hamburg – das Topping im Becher

Meist handelt es sich bei den Perlen im Bubble Tea um Tapioka-Perlen. Weiche bunte Kugeln, die fruchtig schmecken und mindestens so groß wie Erbsen, häufig aber noch größer sind. Die Stärke Tapioka wird aus der Maniokwurzel gewonnen, die eigentlich aus Brasilien stammt.

Auch beliebt sind Bobaperlen, auch Popping Bobas genannt. Sie werden genauso im Bubble Tea verwendet und erfreuen sich ähnlicher Beliebtheit wie die Tapioka-Perlen.

In vielen Bubble-Tea-Shops wie dem Flowers' Whisper kann man sich auch Jellies in den Bubble Tea machen lassen. In Fruchtsirup eingelegt, weisen die gleichförmigen Würfel eine gelee- bis fruchtgummiartige Konsistenz auf. Das Jelly wird aus Carrageen gemacht, welches aus Rotalgen gewonnen wird. Der Verzehr von Carrageen gilt als völlig harmlos.

Üblicherweise durchscheinend, werden die drei Arten erst während der weiteren Verwertung farbig. Traditionell hergestellte Tapioka-Perlen werden beispielsweise so lange in Ahornsirup gekocht, bis dieser zähflüssig wird und karamellisiert, und die Perlen so die dunkle Farbe annehmen.

Werden manche Schritte etwas abgewandelt, können die Perlen auch in knalligen Farben wie Grün, Orange oder Rot erstrahlen. Um etwa fruchtige Geschmäcker zu erzielen, werden die gewollten Aromen während des Kochens zu den Perlen hinzugegeben.

Vor allem Tapiokaperlen sollten vor dem Verzehr mindestens eine halbe Stunde in Fruchtsirup getränkt werden. Dadurch intensiviert sich der Geschmack, da die Perlen lange genug Zeit haben, um die Aromen des Fruchtsirups aufzunehmen.

Das fertige Produkt wird dann bis zur Verwendung in luftdicht verschlossenen Behältern gelagert.

Vegan - oder doch nicht?

Die Frage, ob Bubble Tea vegan ist, beschäftigt viele Menschen, da es keine allgemeine Antwort zu geben scheint.

Die Antwort ist rasch gefunden: es kommt ganz darauf an, ob Kuhmilch verwendet wird oder nicht. Hafer- oder Mandelmilch macht ihn ganz einfach vegan.

Unbehandelte Tapioka-Perlen sind vegan, es kommt aber auf die genutzten Farbstoffe an. So ist beispielsweise der rote Farbstoff Karmin (E120) nicht vegan. Wenn ihr euch also unsicher seid, fragt einfach in einem Bubble-Tea-Shop eurer Wahl nach.

Unser kleines Rezept für Bubble Tea

Die Zubereitung von gekühltem Bubble Tea ist kein Hexenwerk. Unser Rezept ist ganz schnell erledigt, ihr braucht lediglich: - 125 ml Wasser für den Tee (Schwarz- oder Grüntee)

  • 250 ml Milch oder Milchalternative

  • 100 ml kaltes Wasser

  • 25 g Bubbletea-Perlen, in einschlägigen Asia-Stores erhältlich

  • ein paar Eiswürfel

  • nach Geschmack Süßungsmittel wie Ahornsirup, Honig oder Sirup

Euer Trendgetränk bereitet ihr wie folgt zu: Zuallererst kocht ihr einen sehr starken Tee mit 125 ml Wasser.

Lasst den Tee dafür einfach ein paar Minuten länger ziehen als üblich. Dann den Tee abkühlen lassen oder direkt kaltstellen. Den kalten Tee vermischt ihr gründlich mit Wasser, Eiswürfeln und Milch – für den gewünschten Bubble-Effekt, könnt ihr die Mischung, nach Möglichkeit, schütteln. Zuletzt kommen die fertigen Perlen dazu. Gerne könnt ihr euer Getränk noch mit Süßungsmitteln abschmecken.

Die Perlen für Bubble Tea könnt ihr auch selbst mit Tapiokamehl zubereiten und nach eurer Vorstellung mit Fruchtsirup oder frischen Früchten aromatisieren. Manchmal kann man auch Bubble-Tea-Perlen-Pulver in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen kaufen, diese könnt ihr natürlich auch verwenden.

Trends aus Asien in Hamburg

Um 2010 war Bubble Tea schon einmal DAS Trend-Getränk, jedoch war diese Popularität schnell vorüber.

Heute ist die Begeisterung um den Bubble Tea größer denn je – aber wieso eigentlich?

Die Frage ist schnell beantwortet: Social-Media-Plattformen wie TikTok oder Instagram aber auch der große Einfluss der koreanischen Kultur (K-Pop und Anime) begünstigen den Bubble-Tea-Hype. Bubble Tea erfreut sich aktuell auch in Australien und Amerika großer Beliebtheit.

Bubble Tea in Hamburg - ein Fazit

Auch wenn Bubble Tea vielleicht nicht jedermanns Sache ist, so kennt doch jeder einen Shop bei sich in der Nähe. Man kommt einfach nicht daran vorbei. Vielleicht kennt ihr dieses trendige Getränk vorher noch gar nicht und seid durch unseren Beitrag daran interessiert.



Foto von Daniel Krüger

Daniel Krüger

Daniel erkundet am liebsten das Naheliegende: Tagestouren, kleine Städte, Wanderwege und Orte, an denen man sonst vorbeifährt. Er ist überzeugt, dass die interessantesten Entdeckungen selten mehr als eine Autostunde entfernt liegen.

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