Königswinter
Verborgene Schätze: Geheimtipps in Königswinter
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HeuteKönigswinter am Fuße des Siebengebirges ist weit mehr als Drachenfels und Schiffsanlegestelle. Die charmante Stadt am Rhein birgt zahlreiche versteckte Juwelen, die selbst viele Einheimische noch nicht kennen. Wir lüften 2026 einige der bestgehüteten Geheimnisse.
Nur wenige Besucher wissen von der kleinen Kunstkapelle im Ortsteil Ittenbach, die in einer unscheinbaren Seitenstraße liegt. Der ehemalige Gemeinderaum wurde liebevoll in einen Ausstellungsraum verwandelt, in dem wechselnde zeitgenössische Künstler aus der Region ihre Werke präsentieren. Der Eintritt ist frei, und an jedem ersten Sonntag im Monat gibt es eine persönliche Führung mit dem Kurator.
Ein Naturgeheimnis verbirgt sich im Nachtigallental: Ein schmaler Pfad zweigt vom Hauptwanderweg ab und führt zu einer versteckten Lichtung mit alten, moosbewachsenen Steinbänken. Der Ort ist ein Kraftplatz der Stille, umgeben von Buchen, die über hundert Jahre alt sind. Im Frühsommer 2026 blühen hier wilde Orchideen, und mit etwas Glück kann man einen Eisvogel am kleinen Waldbach beobachten.
Kulinarisch hat Königswinter eine kleine Sensation zu bieten. An der oberen Hauptstraße, zwischen Souvenirläden und Eisdielen, öffnet donnerstags bis samstags eine winzige Weinbar mit nur acht Plätzen. Der Inhaber, ein ehemaliger Winzer aus dem Ahrtal, schenkt ausschließlich Weine kleiner regionaler Weingüter aus – viele davon im normalen Handel nicht erhältlich. Die Weinkarte wechselt monatlich, und jede Flasche wird persönlich vorgestellt.
Geschichtsinteressierte sollten den jüdischen Friedhof im Ortsteil Oberdollendorf besuchen, der hoch über dem Rhein liegt und einen atemberaubenden Blick bietet. Die Grabsteine aus dem 17. und 18. Jahrhundert erzählen stille Geschichten und sind ein wichtiges Zeugnis der jüdischen Kulturgeschichte am Mittelrhein. Der Ort wird von einem engagierten Förderverein gepflegt, der regelmäßig Führungen anbietet.
Das wohl schönste Panorama der Region genießt man jedoch nicht vom Drachenfels, sondern von der wenig bekannten Hirschley, einem Aussichtspunkt auf halber Strecke zwischen Königswinter und dem Petersberg. Eine urige Holzbank lädt zum Verweilen ein, und an klaren Sommertagen reicht die Sicht bis zu den Türmen des Kölner Doms. Nehmen Sie sich Zeit – diese Aussicht verdient mehr als nur einen schnellen Fotostopp.
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