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Koblenz

Bubble Tea in Koblenz

6 Min. Lesezeit
1.078 Wörter
Vor 4 Tagen
Bubble Tea in Koblenz

Das Trendgetränk Bubble Tea hat auf einmal nicht nur Koblenz, sondern auch das Rheinland-Pfalz und die Welt im Sturm erobert. Allerdings gab es um das Jahr 2010 herum schon einmal einen Bubble-Tea-Hype in Deutschland.

Worum handelt es sich dabei eigentlich? Aus welchem Land kommt Bubble Tea und wie stellt man ihn her? Ranken sich sogar irgendwelche Mythen um Bubble Tea? Wo kann man den Bubble Tea kaufen und warum ist der Hype aktuell wieder so groß?

In diesem Beitrag werden wir all diese Fragen besprechen und euch sogar ein simples Basisrezept verraten, das natürlich nicht nur in der Stadt am Rhein mit ihren etwa 115 Tausend Einwohnern gelingt!

Was ist Bubble Tea?

Ursprünglich stammt das Getränk auf Tee-Basis aus Taiwan. Traditionell wird es aus zäh gekochten Tapioka-Kugeln, Fruchtsirup, Milch und frisch aufgebrühtem Grün- oder Schwarztee hergestellt.

Kalt oder heiß serviert, sind die Variationen schier endlos. Es gibt unzählbar viele Varianten des Getränks.

Übrigens verleihen nicht die süßen Kugeln dem Bubble Tea seinen Namen. Bubble-Tea-Läden gibt es inzwischen überall - sogar in Kleinstädten! So finden alle eine der oft quietschbunten Buden in ihrer Nähe, so ist es in Stadt am Rhein beispielsweise das Delitea. Nach ursprünglicher Rezeptur wird der Tee zusammen mit Milch und Eiswürfeln geschüttelt, bis sich Schaum gebildet hat – auf die so entstandenen Luftblasen bezieht sich der Name Bubble Tea.

Wahrheiten und Fakes

Um Bubble Tea ranken sich etliche Mythen.

Der bekannteste Mythos besagt, dass er aus Versehen erfunden wurde, als der Besitzer eines Teeladens einen Wasserhahn in seinen Tee fallen ließ und die Tapiokaperlen an die Oberfläche stiegen. Zwar entspricht das nicht der Realität, es ist aber dennoch eine nette Geschichte.

Ein anderer Mythos besagt, dass Bubble Tea sogar Fisch- oder Froscheier enthalten würde - auch das ist nicht wahr! Aus was die Perlen nun tatsächlich bestehen und ob sie vegan sind, erklären wir euch später noch.

Die Behauptung, dass Bubble Tea trinken gefährlich sei, hält sich vor allem in Deutschland seit Jahren: das Getränk soll ungesund, giftig oder krebserregend sein und der Verkauf wäre in Deutschland verboten. Auslöser dafür war eine Studie der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen aus dem Jahr 2012, laut der in Tapioka-Kugeln krebserregende Giftstoffe gefunden wurden. Der Schock bei den Bubble-Fans saß so tief, dass innerhalb eines Jahres fast alle Bubble-Tea-Geschäfte schließen mussten.

Nach diversen Tests des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts Karlsruhe war klar, in den Proben waren keinerlei gefährliche Stoffe enthalten. Auf Grundlage der Ergebnisse stellte sich heraus, dass die Abhandlung der Aachener Hochschule überhaupt keine war, trotzdem publiziert wurde und die Presse daraus Schlagzeilen wie „Chemiker finden Giftspuren in Bubble Tea“ gemacht hat. Mittlerweile findet man die Abhandlung aus Aachen übrigens nirgendwo mehr.

Naja, als etwas ungesund kann man Bubble Tea dennoch betiteln. Weil darin so viel Zucker enthalten ist, soll es gerade Kinder zum Trinken animieren. Bis zu 180 Gramm Zucker pro Liter kann Bubble Tea, je nach Zusammensetzung, enthalten. In Kombination mit fetthaltiger Milch, süßem Sirup und stärkehaltigen Perlen, ist der Bubble Tea eine wahre Kalorienbombe, die ohne Probleme mit Cola mithalten kann.

Bubble Tea in Koblenz – das Topping im Becher

Die Kugeln im Bubble Tea sind in der Regel Tapioka-Perlen. Weiche bunte Kugeln, die fruchtig schmecken und wenigstens so groß wie Erbsen, manchmal aber noch größer sind. Die Stärke Tapioka wird aus der Maniokpflanze gewonnen, die ursprünglich aus Brasilien stammt.

Ebenso populär sind Bobaperlen, auch bekannt als Popping Bobas. Bei Jugendlichen sind die genauso verwendeten Bobaperlen ähnlich beliebt wie die Tapioka-Perlen.

Die dritte Option, die man in vielen Bubble-Tea-Buden wie dem Yo.Tea Koblenz wählen kann, sind Jellies. Das sind in Fruchtsirup eingelegte Stückchen, die oft in gleichartige Würfel geschnitten sind und eine fruchtgummi- oder geleeartige Konsistenz aufweisen. Das aus Rotalgen gewonnene Carrageen ist die Grundlage für das Jelly. Carrageen kann bedenkenlos verzehrt werden.

Alle drei Arten sind für gewöhnlich durchscheinend und werden erst während der weiteren Verarbeitung farbig. Tapioka-Perlen zum Beispiel, werden klassischerweise so lange in Ahornsirup gekocht, bis dieser zähflüssig wird und karamellisiert – so kommen die Perlchen zu ihrer dunklen Farbe.

Auch können sie in ausdrucksstarken Farben wie Orange, Rot oder Grün gefärbt sein, wenn manche Zubereitungsschritte leicht abgewandelt werden. Das gewollte Aroma, wie beispielsweise fruchtige Geschmäcker, werden während des Kochens hinzugefügt.

Insbesondere Tapioka sollte vor dem Verzehr mindestens eine halbe Stunde in dem jeweiligen Fruchtsirup getränkt werden. Dadurch intensiviert sich der Geschmack, da die Tapioka-Perlen lange genug Zeit haben, um die Aromen des Fruchtsirups aufzunehmen.

Bis die Kugeln verwendet werden, werden sie in luftdicht verschlossenen Behältern gelagert.

Vegan - oder doch nicht?

Die Frage, ob Bubble Tea vegan ist, beschäftigt viele junge Menschen, da es keine allgemeine Antwort zu geben scheint.

Die Antwort ist rasch gefunden: es kommt ganz darauf an, ob Kuhmilch verwendet wird oder nicht. Für eine vegane Alternative könnt ihr stattdessen problemlos Hafer- oder Mandelmilch verwenden.

Unbehandelte Tapiokaperlen sind vegan, es kommt aber auf die eingesetzten Farbstoffe an. So ist beispielsweise der rote Farbstoff Karmin (E120) nicht vegan. Gerne hilft euch auch ein Bubble-Tea-Laden in eurer Nähe bei dieser Frage weiter.

Unser Geheimrezept für Bubble Tea

Was viele erstaunt: die Zubereitung von gekühltem Bubble Tea ist kinderleicht und kann prima zuhause durchgeführt werden. Unser Rezept ist im Handumdrehen erledigt, ihr braucht lediglich: - 125 ml Wasser für den Tee (Schwarz- oder Grüntee)

  • 250 ml Milch beziehungsweise Milchalternative

  • 100 ml kaltes Wasser

  • 25 g Bubbletea-Perlen, in guten Asia-Stores zu bekommen

  • ein paar Eiswürfel

  • nach Geschmack Süßungsmittel wie Sirup, Honig oder Ahornsirup

Und so bereitet ihr das Trendgetränk selbst zu: Zuallererst mit 125 ml Wasser einen sehr starken Tee kochen.

Hierfür müsst ihr den Tee einfach ein paar Minuten länger ziehen lassen, als üblich. Dann den Tee abkühlen lassen oder direkt kaltstellen. Den kalten Tee gut mit Wasser, Eiswürfeln und Milch mischen, wenn ihr die Möglichkeit habt, könnt ihr ihn für den richtigen Bubble-Effekt auch shaken. Am Ende werden die fertigen Perlen hinzugefügt. Gerne könnt ihr euren Bubble Tea noch mit Süßungsmitteln abschmecken.

Natürlich könnte ihr die Perlen für euren Bubble Tea auch selbst aus Tapioka-Mehl herstellen und ganz nach eurer Vorstellung mit Fruchtsirup oder frischen Früchten aromatisieren. Ihr könnt auch Bubble-Tea-Perlen-Pulver kaufen und für euren Bubble Tea verwenden.

Trends aus Asien in Koblenz

Um 2010 war Bubble Tea schon einmal DAS Trendgetränk, jedoch war diese Popularität schnell vorüber.

Heute kommt der Trend zurück, warum eigentlich?

Die Frage ist schnell beantwortet: Social-Media-Plattformen wie TikTok oder Instagram aber auch der große Einfluss der koreanischen Kultur (Anime und K-Pop) begünstigen den Bubble-Tea-Hype. So ist Bubble Tea auch in Amerika und Australien aktuell sehr beliebt.

Fazit zu Bubble Tea in Koblenz

Klar, Bubble Tea ist nicht jedermanns Sache und dennoch kennt jeder eine Bude in seiner Nähe. Vielleicht kennt ihr dieses hippe Getränk im Rheinland-Pfalz vorher noch gar nicht und seid durch unseren Blogbeitrag daran interessiert.



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Redaktion

Das Redaktionsteam von dieBestenderStadt

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