Konstanz
Wochenend-Trip nach Konstanz: Der perfekte 48-Stunden-Plan
Konstanz am Bodensee ist einer der schönsten Städteziele Süddeutschlands. Mit seiner historischen Altstadt, der direkten Lage am See und der Nähe zur Schweiz ist die Universitätsstadt wie geschaffen für einen perfekten 48-Stunden-Kurztrip. Hier der ideale Wochenendplan für Sommer 2026.
Tag 1 beginnt am besten am Konstanzer Hafen. Die Hafeneinfahrt mit der Imperia-Statue ist das Wahrzeichen der Stadt und ein beliebtes Fotomotiv. Von hier aus schlendert man durch die Niederburg, das älteste Viertel von Konstanz, mit seinen verwinkelten Gassen und mittelalterlichen Häusern. Ein Frühstück in einem der kleinen Cafés mit Seeblick ist der perfekte Start in den Tag.
Am Vormittag lohnt sich ein Besuch des Konstanzer Münsters. Die romanisch-gotische Basilika ist über 1000 Jahre alt und bietet von ihrem Turm einen grandiosen Blick über die Dächer der Altstadt, den See und bei gutem Wetter bis zu den Schweizer Alpen. Nur wenige Schritte entfernt liegt die Niederburg, wo kleine inhabergeführte Läden und Galerien zum Stöbern einladen.
Mittags geht es auf die Insel Mainau, die Blumeninsel im Bodensee. Mit dem Schiff oder dem Fahrrad ist sie schnell erreicht. Der Schmetterlingsgarten, die üppigen Blumenbeete und das Barockschloss bieten einen zauberhaften Kontrast zum städtischen Treiben. Ein Spaziergang durch das Arboretum mit seinen Mammutbäumen ist ein echtes Highlight.
Zum Abendessen empfiehlt sich eines der Fischrestaurants am Seeufer. Frischer Bodenseefelchen, Zander oder die berühmten Bodensee-Bratkartoffeln – die regionale Küche schmeckt am besten mit Blick auf das glitzernde Wasser. Danach führt der Weg in eine der gemütlichen Weinstuben der Altstadt für ein Glas regionalen Spätburgunder.
Tag 2 steht im Zeichen der Entspannung. Ein Vormittag am Strandbad Horn mit seinem historischen Holzsteg und klarem Wasser ist Balsam für die Seele. Im Sommer 2026 wurde das Strandbad modernisiert und lockt nun mit einer neuen Sonnenterrasse. Alternativ lockt eine Radtour entlang des Seeufers bis zum schweizerischen Kreuzlingen – ein Ausflug über die grüne Grenze ohne Passkontrolle.
Den Abschluss bildet ein Besuch der Konstanzer Kneipen- und Barszene rund um die Zollernstraße und das Paradies. Craft-Beer-Bars, Jazzkeller und lauschige Biergärten unter alten Kastanienbäumen bieten für jeden Geschmack das Richtige. Wer Konstanz am Sonntagabend verlässt, tut dies mit der Gewissheit: Diese Stadt hat noch viel mehr zu bieten.
Der Samstag gehört der Altstadt: Durch die Gassen der Niederburg, vorbei am Münster und hinunter zum Hafen mit der sich drehenden Imperia – Konstanz erzählt seine Konzilsgeschichte auf Schritt und Tritt. Wer mag, steigt auf den Münsterturm und sortiert von oben See, Rhein und Alpenkette.
Danach lockt das Wasser: Die Uferpromenade zum Stadtgarten, eine Runde mit dem Kursschiff oder die Fähre nach Meersburg – schon die Überfahrt ist Sightseeing. Badefreunde nehmen Hörnle oder Rheinstrandbad, Flanierer die Seestraße mit ihren Gründerzeitvillen.
Mittags isst man See und Region: Felchen in Varianten, Dinnete aus dem Ofen und Weine vom Bodensee stehen auf den Karten der Altstadtlokale, mittags oft als faire Tagesgerichte. Die Cafés am Markt versorgen danach mit Kuchen und Seeluftpause.
Der Nachmittag bietet Wahlprogramm: Sea Life für Familien, Rosgartenmuseum für Geschichtsfreunde oder einfach Bummeln zwischen Marktstätte und Obermarkt – die Einkaufsstadt Konstanz hat Zugkraft weit in die Schweiz hinein. Wer Ruhe sucht, radelt ans Schweizer Ufer Richtung Kreuzlingen, die Grenze ist im Alltag kaum spürbar.
Am Abend zeigt die Studentenstadt ihr Temperament: Weinstuben in der Niederburg, Bars am Hafen und im Sommer die Seebühne mit Programm – dazu Sonnenuntergänge, die jede Terrasse zur ersten Reihe machen. Nachtschwärmer finden Clubs, Genießer den Absacker mit Seeblick.
Der Sonntag beginnt blumig: Die Insel Mainau mit Park, Palmenhaus und Schmetterlingshaus füllt einen halben Tag – früh kommen lohnt, dann gehören die Wege noch den Frühaufstehern. Alternativ lockt die Klosterinsel Reichenau, deren Gemüsefelder und Kirchen Welterbe-Ruhe ausstrahlen.
Zurück in der Stadt bleibt Zeit für den Abschied nach Maß: ein letzter Kaffee am Hafen, ein Spaziergang durchs Paradies-Viertel oder der Einkauf von Seewein und Schokolade als Mitbringsel. Wer sportlich enden will, leiht ein SUP und nimmt die Bucht aus Wasserperspektive.
Praktisch: Konstanz ist per Bahn über Singen oder mit dem Katamaran ab Friedrichshafen erreichbar, in der Stadt regeln Busse, Fähren und kurze Wege den Rest. Unterkünfte in der Altstadt sind begehrt – für Sommerwochenenden gilt: Monate vorher buchen.
Wer Zeit übrig hat, plant Grenzgänge ein: Das Schweizer Ufer mit Gottlieben, die Blumeninsel im Frühjahr, der Rheinfall als Tagesausflug – Konstanz ist Basislager für die ganze Seeregion. Auch im Winter trägt das Konzept, wenn Weihnachtsmarkt und Seenebel die Stadt in weiche Stimmung tauchen.
So schließen sich 48 Stunden am Bodensee wie von selbst: Konzilsgeschichte und Seeluft, Einkaufsstadt und Inselwelt, dazu Gastgeber, die Grenzverkehr seit Jahrhunderten gewohnt sind. Konstanz verabschiedet seine Gäste selten endgültig – meist nur bis zur nächsten Saison.
Und falls doch einmal Regen fällt: Museen, Thermen und die Kaffeehäuser der Altstadt fangen jedes Schauerwetter auf – der Bodensee ist auch in Grau eine Reise wert.
In diesem Sinne: Leinen los für die 48 Stunden am See – Konstanz wartet, und die Imperia dreht sich schon.
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