Mannheim
Verborgene Schätze: Geheimtipps in Mannheim abseits der Quadrate
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Vor 3 WochenMannheim wird oft auf den Wasserturm, die Quadrate und das Barockschloss reduziert. Doch wer genauer hinschaut, entdeckt eine Stadt voller Überraschungen — Orte, die selbst viele Einheimische nicht auf dem Schirm haben. Wir nehmen Sie mit zu fünf verborgenen Schätzen, die Mannheim im Sommer 2026 besonders sehenswert machen.
Den Anfang macht der Bellenkrappen, ein oft übersehenes Naturschutzgebiet entlang des Neckars. Während die meisten Spaziergänger am Rheinufer flanieren, bietet dieser knapp zwei Kilometer lange Auenwald-Pfad eine unerwartete Ruhe mitten im Stadtgebiet. Über Holzstege geht es durch Sumpfzypressen und Weiden, vorbei an Graureihern und bei Glück sogar einem Eisvogel. Zwischen Mai und September blühen hier seltene Orchideenarten — ein Mikrokosmos, den man in einer Industriestadt nicht vermuten würde.
Ein zweiter Geheimtipp ist der Hinterhof der Alten Feuerwache. Was von außen wie ein unscheinbares Backsteingebäude aus den 1910er-Jahren wirkt, beherbergt einen der schönsten Biergärten Mannheims. Hohe Kastanien spenden Schatten, lokale Craft-Biere fließen aus Zapfhähnen, und an warmen Abenden treten Singer-Songwriter auf einer winzigen Bühne auf. Der Ort lebt von Mundpropaganda — eine Reservierung ist ratsam, denn die wenigen Plätze sind schnell vergeben.
Für Architekturfans: Die Multihalle im Herzogenriedpark ist ein Meisterwerk der organischen Baukunst. Die größte freitragende Holzgitterschale der Welt wurde zur Bundesgartenschau 1975 von Frei Otto entworfen. Nach Jahrzehnten des Verfalls wurde sie bis 2026 schrittweise saniert und ist nun wieder zugänglich. Die geschwungene Dachlandschaft wirkt wie ein gefrorener Atemzug — ein stiller, fast meditativer Ort.
Ein vierter Geheimtipp ist der Stadtteil Jungbusch bei Nacht — nicht die Barszene, sondern das Projekt „Hafenlichter": An ausgewählten Abenden öffnen Künstler ihre Ateliers in ehemaligen Lagerhallen. Performance, Installation, Malerei. Und schließlich: Das Café „Lichtblick" in der Neckarstadt, versteckt im dritten Stock eines Wohnhauses, mit der vielleicht besten Aussicht auf den Zusammenfluss von Neckar und Rhein, die man für einen Cappuccino bekommt.
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