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Rottenburg

Wochenend-Trip nach Rottenburg: Der perfekte 48-Stunden-Plan

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Wochenend-Trip nach Rottenburg: Der perfekte 48-Stunden-Plan

Rottenburg am Neckar, die charmante Bischofsstadt zwischen Stuttgart und der Schwäbischen Alb, ist ein Erlebnis für sich. Mit ihrer gut erhaltenen Altstadt, den verwinkelten Gassen und der markanten Doppelturmfassade des Doms St. Martin ist sie wie gemacht für einen Wochenendausflug. Hier ist unser perfekter 48-Stunden-Plan für Rottenburg im Sommer 2026.

Tag 1: Samstag – Ankommen und Eintauchen

Am besten starten Sie Ihren Besuch am Vormittag mit einem Bummel durch die Altstadt. Parken Sie in der Tiefgarage am Bahnhof und laufen Sie von dort in fünf Minuten zum Marktplatz. Der samstägliche Wochenmarkt ist ein Fest für die Sinne: Frisches Obst und Gemüse von den Höfen der Region, duftendes Holzofenbrot, schwäbische Wurstspezialitäten und handgemachte Käsevariationen. Nehmen Sie sich eine Brezel und einen Kaffee und beobachten Sie das Treiben – es gibt kaum einen schöneren Start in den Tag.

Vom Marktplatz führt der Weg direkt zum Dom St. Martin. Die Bischofskirche, deren Wurzeln bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen, beeindruckt mit ihrer gotischen Architektur und dem berühmten Hochaltar. Der Eintritt ist frei, eine Spende willkommen. Wer gut zu Fuß ist, sollte den Turm besteigen: 245 Stufen belohnen mit einem grandiosen Panoramablick über die Dächer der Stadt und das Neckartal.

Nach so viel Geschichte haben Sie sich ein Mittagessen verdient. In den Gassen rund um den Marktplatz finden Sie eine Reihe gemütlicher Gasthäuser mit Außenterrassen. Probieren Sie regionale Spezialitäten wie Maultaschen oder Zwiebelrostbraten – Rottenburgs Küche ist bodenständig, aber hervorragend.

Der Nachmittag gehört der Entdeckung: Schlendern Sie durch die Weggentalstraße und entdecken Sie die kleinen Boutiquen und Antiquitätengeschäfte. Zum Kaffeetrinken empfehlen wir ein Eiscafé an der Neckarpromenade. Danach lohnt ein Spaziergang entlang des Flusses: Der Neckartal-Radweg ist perfekt für eine entspannte Wanderung mit Blick auf Weinberge und Streuobstwiesen.

Den Abend verbringen Sie in einem der Weinhäuser am Eugen-Bolz-Platz. Die Region ist bekannt für ihren Trollinger und Lemberger – lassen Sie sich eine Weinprobe nicht entgehen.

Tag 2: Sonntag – Kultur und Ausflug

Beginnen Sie den Sonntag mit einem Frühstück in einem der Cafés am Marktplatz. Anschließend besuchen Sie das Diözesanmuseum, das mit seiner Sammlung kirchlicher Kunst aus zehn Jahrhunderten zu den bedeutendsten in Deutschland gehört. Die Dauerausstellung wurde 2025 neu konzipiert und präsentiert Goldschmiedekunst, Skulpturen und Paramente in modernem Ambiente.

Am Mittag brechen Sie zu einem kleinen Ausflug auf: Nur zehn Autominuten entfernt liegt die Wurmlinger Kapelle, eine romanische Bergkirche aus dem 12. Jahrhundert mit spektakulärer Aussicht auf die Schwäbische Alb. Packen Sie ein Picknick ein und machen Sie aus dem Ausflug eine kleine Wanderung.

Zurück in Rottenburg, gönnen Sie sich vor der Heimreise noch ein Abendessen in einem der gehobenen Restaurants am Bischofsplatz. Die Küche ist ambitioniert, die Weinkarte exzellent – der perfekte Abschluss eines gelungenen Wochenendes.

Rottenburg zeigt: Man muss nicht in die Ferne schweifen, um eine Stadt mit Geschichte, Genuss und Gelassenheit zu erleben. 48 Stunden reichen, um anzukommen. Um wiederzukommen.

Am zweiten Tag lohnt ein genauerer Blick auf das römische Erbe: Unter dem Namen Sumelocenna war Rottenburg einst eine der bedeutendsten Römerstädte im heutigen Baden-Württemberg, und das Römische Stadtmuseum macht diese Epoche mit Ausgrabungsfunden und begehbaren Kellerresten anschaulich. Von dort ist es nur ein kurzer Weg zurück in die Gegenwart: Rund um den Marktplatz mit dem Dom St. Martin laden Cafés zum zweiten Frühstück, bevor es hinaus ins Grüne geht.

Naturfreunde haben die Wahl: Die Weinberge oberhalb der Stadt bieten kurze Panoramawege mit Blick über die Dächer, während der Neckartalradweg zu längeren Touren Richtung Tübingen einlädt – die Universitätsstadt ist mit dem Rad in einer guten Stunde, mit dem Zug in wenigen Minuten erreichbar. Ein Klassiker ist auch der Spaziergang zur Wallfahrtskirche im Weggental, deren barocke Ausstattung und ruhige Lage seit Jahrhunderten Besucher anziehen.

Kulinarisch bleibt man am besten schwäbisch: Maultaschen, Linsen mit Spätzle und saisonale Gerichte stehen in den Gasthäusern der Altstadt auf der Karte, dazu Weine von den Hängen der Region. Im Sommer verwandeln Straßencafés und Eisdielen die Königstraße in eine Flaniermeile, und wer den Abend gemütlich ausklingen lassen will, findet in den Weinstuben der Altstadt den passenden Rahmen.

Familien finden ebenfalls reichlich Programm: Spielplätze am Neckarufer, Eisdielen in der Innenstadt und die Türme der alten Stadtbefestigung machen den Nachwuchs glücklich, während kleine Entdecker im Museum in vergangene Zeiten eintauchen. Bei Regen bietet das nahe Tübingen mit Museen und überdachten Passagen eine Alternative, im Sommer locken die Badeseen der Umgebung.

Für die Organisation gilt: Rottenburg ist mit der Bahn aus Stuttgart und Tübingen unkompliziert erreichbar, die Innenstadt ist kompakt und gut zu Fuß zu erkunden. Wer zu einem der großen Feste anreist – etwa dem Neckarfest im Sommer –, sollte die Unterkunft früh sichern. So wird aus 48 Stunden in der Bischofsstadt am Neckar ein rundes Wochenende, das römische Geschichte, schwäbische Lebensart und Natur mühelos verbindet.

Wer mehr Zeit mitbringt, nutzt Rottenburg zudem als Ausgangspunkt für die Region: Das Kloster Bebenhausen im Schönbuch, die Burg Hohenzollern am Albtrauf und die Altstadt von Horb liegen alle in kurzer Fahrdistanz und lassen sich gut als Halbtagesausflug anhängen. So bleibt das Wochenende flexibel – wer lieber wandert, steigt auf die Höhen rund um das Neckartal, wer Kultur sucht, pendelt zwischen Museen und Kirchen, und wer einfach entspannen will, bleibt beim Wein in der Altstadt sitzen und schaut dem Treiben auf dem Marktplatz zu. Genau diese Wahlfreiheit macht den Reiz eines Kurztrips in die kleine Bischofsstadt aus.



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