Frankfurt
Gästeführer in Frankfurt - das Berufsbild
In einer unbekannten Stadt zu sein kann aufregend sein. Viele neue Eindrücke gilt es gleichzeitig wahrzunehmen - für euch ungewohnte Hektik liegt in den Straßen, Sprachen, die ihr vielleicht nicht oder nur schlecht beherrscht und fremde Geräusche und Gerüche umgeben euch. Wichtig ist es, nicht die Orientierung zu verlieren.
Wie gut wäre jemand, der einem stets den Weg zeigen würde, und der einem etwas über diese prächtigen Gebäude erzählen könnte. Exakt dafür ist der Gästeführer da!
Der Beruf des Gästeführers bietet auch in Frankfurt Abwechslung und Herausforderungen - mehr als man im ersten Moment vermutet. Das Berufsbild ist sehr alt und wird gerne vergessen, aber wir erzählen euch mehr über diesen faszinierenden Beruf.
Gästeführer – das Aufgabenspektrum in Frankfurt
Als der Tourismus entstand, bildete sich das Berufsbild des Gästeführers sehr schnell. Diesen Beruf gibt es seit dem 17. Jahrhundert - ziemlich alt also. Der Anspruch wurde mit der Zeit enorm angehoben, wodurch heutzutage immer mehr Individualität und Modernität gefragt wird. Das Spektrum an Arbeitsaufgaben hat sich für Frankfurter Gästeführer vergrößert.
Trotzdem ist das Wesentliche gleich geblieben: Sie leiten Reisegruppen aus anderen Ländern oder Städten zu unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten wie eindrucksvolle Stätten, Plätze und Orte. Dies ist laut dem Europäischen Komitee für Normung (CEN) eine klare Definition für das Berufsbild.
Die Touren müssen für unterschiedliche Zielgruppen geplant werden, diese Gruppen sind zum Beispiel Senioren, Menschen mit Behinderungen oder Familien mit Kindern. Manchmal kommen Themen-Führungen auf, welche ebenfalls geplant werden müssen.
So sind Architektur-, Wein- oder Bier-, Erlebnis- oder Kreativführungen, spezielle Radtouren oder auch historische Führungen nur ein paar Themen, die in Frankfurter Führungen behandelt werden können. Bei manchen Reisegruppen wird auf die eigenen Wünsche eingegangen.
Auch der Gästeführer muss sich unbedingt auf seine Tour und die entsprechenden Vorträge vorbereiten, damit steht und fällt die gesamte Tour. Die Themen, wie zum Beispiel gesellschaftliche, kulturelle, historische, wirtschaftliche oder politische Erklärungen, müssen sauber aufgearbeitet und recherchiert werden.
Das bezieht sich auch darauf, sich über die Sprache und Herkunft der Reisegruppe zu informieren und eventuell auf diese in der Führung einzugehen.
Generell müssen die Veranstaltungstermine einzelner Touren selbstverständlich auch vorher mit den Reiseteilnehmern beziehungsweise -anbietern kommuniziert und vereinbart werden. Reiseveranstalter, teils sogar ganze Hotelbetriebe, Fremdenverkehrsämter und private Reisegruppen gehören zur Kundschaft.
Die Betreuung während der Reise und die Anreise gehören nicht zu den Aufgaben des Gästeführers. Das ist die Aufgabe der Reiseleitung.
Dadurch, dass dieser Beruf in Deutschland keiner gesetzlichen Regelung unterliegt, tritt diese Verwirrung öfters auf. Es herrscht einfach keine offensichtliche Aufgabentrennung.
Gästeführer werden in der Mitte von Deutschland
Die DIN EN 15565 des Europäischen Komitees für Normung (CEN) gewährleistet seit 2008 einen hohen Standard für die Schulung von Gästeführern. So soll garantiert werden, dass die Lehrpläne verschiedener Ausbildungsträger in Deutschland qualitativ hochwertig sind.
In Bereichen wie Führungstechniken, theoretisches und gebietsspezifisches Wissen müssen unter anderem mindestens 600 Unterrichtsstunden belegt werden.
Einen Qualifizierungsausweis bekommt jeder geprüfte Gästeführer, wenn er eine Mitgliedschaft zum BVGD - dem Bundesverband der Gästeführer in Deutschland e.V. - pflegt. Dieser Ausweis ist jeweils nur 3 Jahre gültig und setzt kontinuierliche und regelmäßige Weiterbildung voraus. Er ist somit ein eindeutiges Zeichen für Kompetenz und Qualität des Gästeführers.
Arbeitsbedingungen in Hessen
Klar ist: Gästeführer können Kälte, Hitze, Wind und Regen ausgesetzt sein, wenn sie in Hessen im Freien Führungen geben. Das kommt aber auf ihren Arbeitgeber an.
Gästeführer müssen über das Jahr recht flexibel sein, denn durch das aufkommende Arbeitspensum von Haupt- und Nebensaison sind große Unterschiede bemerkbar. Auch Arbeitseinsätze an Wochenenden und Feiertagen sind normal.
Gästeführer können auch längere Zeit von ihrem Wohnort entfernt sein, wenn sie im Ausland oder in einer fremden Stadt arbeiten.
Persönliche Stärken und Anforderungen
Gute Gästeführer treten ihren Gästen gegenüber stets sicher, kommunikationsstark und freundlich auf und sprechen mit einer kräftigen und klaren Stimme.
Außerdem ist Durchsetzungsstärke wichtig, um auch mit schwierigem Klientel umgehen und Konflikte innerhalb einer Gruppe bewältigen zu können.
Bei diesem Beruf ist auch die Fitness nicht zu vernachlässigen. Gästeführer und Gästeführerinnen laufen oft pro Tag viele Kilometer. Passendes Schuhwerk ist dafür vonnöten, oft geht es über schlecht befestigte Wege oder Pflasterstein.
Je nach Anstellung kann es sein, dass sich Gästeführer selbst verwalten müssen. Hier ist ein organisatorisches Talent und eine strukturierte Arbeitsweise notwendig.
Da besondere Kenntnisse über die Einsatzorte und deren Umland sowie detaillierte Kenntnisse des jeweiligen Themas der Führung Voraussetzung sind, ist persönliches Interesse sicherlich vorteilhaft. Dafür ist ein gutes Zahlen- und Faktengedächtnis vorteilhaft.
Aber auch genügend Vorbereitung reicht häufig für eine kompetente Führung aus. Wer sich für die Geschichte und Kultur Frankfurts interessiert, findet auf unserer Frankfurt Stadtseite weitere Informationen über die Stadt und ihre Besonderheiten.
Branchen für Gästeführerinnen und -führer
In erster Linie finden Gästeführer Lohn und Brot bei Reiseveranstaltern oder Reisebüros. Arbeitsplätze bieten auch Einrichtungen der Erwachsenenbildung, Museen oder historische Stätten.
Eine Anstellung ist auch bei Tourismusämtern oder -verbänden möglich. Darüber hinaus können spezialisierte Gästeführer in Bereichen wie Kulinarik oder Gastronomie tätig werden, um Besuchern die kulinarischen Highlights Frankfurts näherzubringen.
Häufig gestellte Fragen zu Gästeführern in Frankfurt
Was ist der Unterschied zwischen einem Gästeführer und einem Reiseleiter?
Ein Gästeführer konzentriert sich auf die Vermittlung von Wissen über Sehenswürdigkeiten und Orte an einem bestimmten Ort. Ein Reiseleiter betreut die Gruppe während der gesamten Reise, einschließlich Transport und Unterkunft.
Welche Sprachen sollte ein Gästeführer in Frankfurt sprechen?
Mindestens Deutsch und Englisch sind Standard. Je nach Zielgruppe sind weitere Sprachen wie Französisch, Spanisch, Italienisch oder Chinesisch von Vorteil.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Gästeführer?
Die Ausbildung umfasst mindestens 600 Unterrichtsstunden in den Bereichen Führungstechniken, theoretisches Wissen und gebietsspezifisches Wissen. Die genaue Dauer hängt vom Ausbildungsträger ab.
Ist eine Lizenz erforderlich, um als Gästeführer zu arbeiten?
In Deutschland ist keine gesetzliche Lizenz erforderlich. Allerdings ist der Qualifizierungsausweis des BVGD (Bundesverband der Gästeführer in Deutschland) ein anerkanntes Qualitätsmerkmal und wird von vielen Arbeitgebern bevorzugt.
Welche Verdienstmöglichkeiten gibt es für Gästeführer?
Das Einkommen variiert je nach Arbeitgeber, Saison und Erfahrung. Gästeführer können als Angestellte oder Freiberufler tätig sein und verdienen durch Provisionen oder Stundenhonorare.
Zum Schluss zum Beruf des Gästeführers in Frankfurt
Wer diesen Beruf ausübt, brennt für diese Tätigkeit – Die Arbeit der Gästeführerinnen und -führer ist wertvoll, aber auch anspruchsvoll. Sie kennen einzigartige Geheimtipps, Märchen, Sagen, Legenden, Mythen und witzige Anekdoten zu den Sehenswürdigkeiten auf den Touren.
Dies steigert die Qualität eures Urlaubs oder Tagesausflugs enorm. Dabei viel Spaß bei eurer nächsten Führung durch die faszinierende Stadt Frankfurt!

Daniel Krüger
Daniel erkundet am liebsten das Naheliegende: Tagestouren, kleine Städte, Wanderwege und Orte, an denen man sonst vorbeifährt. Er ist überzeugt, dass die interessantesten Entdeckungen selten mehr als eine Autostunde entfernt liegen.