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Regensburg

Tipps für Bubble Tea in Regensburg

6 Min. Lesezeit
1.105 Wörter
Vor 4 Tagen
Bubble Tea in Regensburg

Das Trendgetränk Bubble Tea hat plötzlich nicht nur Regensburg, sondern auch das Bayern und die Welt im Sturm erobert. Dabei gibt es das schon längere Zeit, um 2010 war es in Deutschland schonmal im Trend.

Aber was ist das eigentlich? Woraus wird das Getränk hergestellt und woher kommt es? Ranken sich sogar irgendwelche Mythen um dieses Getränk? Wieso ist es aktuell wieder so trendig und wo kann man es kaufen?

Antworten auf die Fragen sowie ein ganz kinderleichtes Grundrezept, das selbstverständlich nicht nur in der Stadt an der Donau mit ihren gut 150 Tausend Einwohnern gelingt, bekommt ihr in diesem Beitrag.

Was ist Bubble Tea?

Das Getränk auf der Basis von Tee stammt ursprünglich aus Taiwan. Es wird traditionell aus zäh gekochten Tapioka-Kugeln, Fruchtsirup, Milch und frisch aufgebrühtem Grün- oder Schwarztee hergestellt.

Die Variationen des Bubble Teas, der heiß oder kalt serviert werden kann, sind endlos. Gibt es doch etliche Variationen des Getränks.

Im Übrigen kommt der Name des Bubble Teas nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, von den süßen Perlchen. Bubble-Tea-Läden gibt es inzwischen überall - sogar in Kleinstädten! So finden alle eine der oft quietschbunten Buden in der Nähe, so ist es in Stadt an der Donau beispielsweise das Enchan Tee. Nach der ursprünglichen Rezeptur wird der Tee zusammen mit Milch und Eiswürfeln geschüttelt, bis sich Schaum gebildet hat – auf die so entstandenen Luftblasen bezieht sich der Name Bubble Tea.

Mythen und Wahrheiten

Über Bubble Tea gibt es so einige Mythen und falsche Informationen.

Am populärsten ist wohl, dass er versehentlich erfunden wurde, weil ein Teeladen-Besitzer einen Wasserhahn in seinen Tee fallen ließ und so die Tapiokakugeln an die Oberfläche gestiegen sind. Das ist natürlich nicht so passiert, aber trotzdem eine nette Story.

Der Mythos, dass in Bubble Tea Frosch- oder Fischeier enthalten sind, stimmt selbstverständlich auch nicht. Woraus die Bubbles tatsächlich bestehen und ob sie sogar vegan sind, erfahrt ihr weiter unten.

Die Aussage, dass Bubble Tea trinken gefährlich sei, hält sich vor allem in Deutschland seit Jahren: Bubble Tea soll giftig, ungesund oder krebserregend sein und der Verkauf wäre in Deutschland verboten. Verursacht wurde dies 2012 durch eine Studie der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, die besagt, dass in Tapiokaperlen krebserregende Giftstoffe gefunden wurden. Der Schreck bei den Bubble-Fans war groß - und binnen eines Jahres verschwanden fast alle Bubble-Tea-Geschäfte.

Untersuchungsergebnisse des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts Karlsruhe zeigten keinerlei gefährliche Stoffe in etlichen Proben. Auf Grundlage der Ergebnisse stellte sich heraus, dass die Abhandlung der Aachener Hochschule überhaupt keine war, trotzdem publiziert wurde und die Presse daraus Headlines wie „Chemiker finden Gift im Bubble-Tee“ gemacht hat. Mittlerweile hört man von der Abhandlung aus Aachen überhaupt nichts mehr.

Naja, als etwas ungesund kann man Bubble Tea dennoch betiteln. Wegen des hohen Zuckergehalts im Getränk sollte es vor allem Kindern als Süßigkeit verkauft werden. Bis zu 180 Gramm Zucker pro Liter kann Bubble Tea, je nach Rezeptur, enthalten. In Kombination mit süßem Sirup, stärkehaltigen Perlen und fetthaltiger Milch, ist der Bubble Tea pures Hüftgold, das ohne Probleme mit Cola mithalten kann.

Bubble Tea in Regensburg – das Topping im Becher

In der Regel sind die Kugeln im Bubble Tea Tapiokaperlen. Weiche bunte Kugeln, die fruchtig schmecken und mindestens so groß wie Erbsen, manchmal aber noch größer sind. Tapioka ist eine Stärke, die aus der Maniokwurzel gewonnen wird, sie stammt ursprünglich aus Brasilien.

Bobaperlen oder Popping Bobas sind auch sehr populär. Genauso wie Tapiokaperlen im Bubble Tea verwendet, erfreuen sie sich großer Beliebtheit bei Jugendlichen.

In vielen Bubble-Tea-Läden wie dem NK Coffee & Milktea kann man sich auch Jellies ins Getränk machen lassen. Das sind in Fruchtsirup eingelegte Stückchen, die oft in gleichmäßige Würfel geschnitten sind und eine fruchtgummi- oder geleeartige Konsistenz aufweisen. Das Gelee wird aus Carrageen gemacht, welches aus Rotalgen gewonnen wird. Carrageen kann bedenkenlos gegessen werden.

Alle drei Arten sind in der Regel durchscheinend und werden erst während der weiteren Verarbeitung farbig. Tapiokaperlen zum Beispiel, werden klassischerweise so lange in Ahornsirup gekocht, bis dieser zähflüssig wird und karamellisiert – so kommen die Perlchen zu ihrer dunklen Farbe.

Auch können sie in ausdrucksstarken Farben wie Orange, Rot oder Grün gefärbt sein, wenn manche Zubereitungsschritte leicht abgewandelt werden. Während des Kochens wird auch das präferierte Aroma hinzugefügt, um zum Beispiel fruchtige Geschmäcker zu erzielen.

Gerade bei der Nutzung von Tapiokaperlen ist es ratsam, dass sie vor dem Genuss mindestens eine halbe Stunde lang in Fruchtsirup getränkt werden. So haben die Tapioka-Perlen genügend Zeit, alle Aromen aufzunehmen und der Geschmack intensiviert sich.

Bis die Kugeln verwendet werden, werden sie in luftdicht verschlossenen Behältern gelagert.

Vegan - oder doch nicht?

Ist Bubble Tea vegan? Die Frage stellen sich viele junge Menschen, sie sind verunsichert, denn es scheint keine allgemeine Antwort zu geben.

Und das ist auch richtig so - die Antwort lautet: Es kommt darauf an. Wählt oder verwendet ihr Kuhmilch, so ist euer Bubble Tea natürlich nicht vegan. Hafer- oder Mandelmilch macht ihn ganz einfach vegan.

Grundsätzlich sind Tapiokaperlen vegan, jedoch kommt es auf den gewählten Farbstoff an – der rote Farbstoff Karmin (E120) ist beispielsweise nicht vegan. Wenn ihr euch also unsicher seid, fragt einfach in einer Bubble-Tea-Bude eurer Wahl nach.

Unser Geheimrezept für Bubble Tea

Viele sind erstaunt, wie einfach man gekühlten Bubble Tea zuhause selbst herstellen kann. Unser Rezept ist im Handumdrehen erledigt, ihr braucht nur: - 125 ml Wasser für den Tee (Schwarz- oder Grüntee)

  • 250 ml Milch beziehungsweise Milchalternative

  • 100 ml kaltes Wasser

  • 25 g Bubbletea-Perlen, in einschlägigen Asia-Stores erhältlich

  • ein paar Eiswürfel

  • optional Süßungsmittel wie Ahornsirup, Sirup oder Honig

Und das sind die Zubereitungsschritte für euer Trendgetränk: Zuerst kocht ihr mit 125 ml Wasser einen sehr starken Tee.

Dafür den Tee einfach ein paar Minuten länger ziehen lassen als normalerweise. Danach lasst ihr den Tee kalt werden oder stellt ihn gleich in den Kühlschrank. Den abgekühlten Tee gut mit Wasser, Eiswürfeln und Milch mischen, wenn ihr die Möglichkeit habt, könnt ihr ihn für den richtigen Bubble-Effekt auch shaken. Am Ende werden die fertigen Kugeln hinzugefügt. Wer mag, kann mit Süßstoff abschmecken.

Natürlich könnte ihr die Perlchen für euren Bubble Tea auch selbst aus Tapioka-Mehl herstellen und ganz nach eurer Vorstellung mit Fruchtsirup oder frischen Früchten aromatisieren. Ihr könnt auch Bubble-Tea-Perlen-Pulver kaufen und für euren Bubble Tea einsetzen.

Trends aus Asien in Regensburg

Um 2010 war Bubble Tea schon einmal DAS Trendgetränk, jedoch war diese Popularität schnell vorüber.

Heute ist der Hype zurück, aber warum ist das eigentlich so?

Ganz einfach: Dank Social-Media-Plattformen wie TikTok oder Instagram und dem Einfluss der asiatischen Kultur durch K-Pop- und Anime-Fans. So ist Bubble Tea auch in Amerika und Australien derzeit sehr beliebt.

Bubble Tea in Regensburg - ein Fazit

Auch wenn Bubble Tea vielleicht nicht jedermanns Sache ist, so kennt doch jeder einen Shop bei sich in der Nähe. Man kommt einfach nicht daran vorbei. Vielleicht kennt ihr dieses trendige Getränk im Bayern zuvor noch gar nicht und seid durch unseren Beitrag daran interessiert.



Foto von Sabine Kern

Sabine Kern

Sabine ist Mutter von zwei Kindern und testet Ausflugsziele, Spielplätze, Schwimmbäder und Familiencafés nach einem einfachen Kriterium: Würde sie noch einmal hingehen? Ihre Empfehlungen sind praxiserprobt, inklusive Hinweisen zu Parkplätzen und Wickelmöglichkeiten.

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